Florian L. Arnold

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Der Nachtarbeiter mit österreichischen Wurzeln arbeitet als freier Zeichner, Sprecher und Schriftsteller. Er veröffentlichte Romane, Erzählungen und ein satirisches Wörterbuch. Arnold ist Gestalter und Mitherausgeber des Verlags »Topalian & Milani«.

Mehr über ihn und seine vielfältige Arbeit auf www.florianarnold.de



 

Die Wirklichkeit endet an der nächsten Ecke

Die Wirklichkeit endet an der nächsten Ecke

Der wahre Bericht uber die Entstehung und Vernichtung des einzigen Lexikons zur Beseitigung der modernen Ratlosigkeit, ungeschön

  • 224 Seiten
  • Hardcover mit Lesebändchen
  • reich illustriert vom Autor même

978-3-86638-330-2

22.00 € Bestell-Anfrage

DIE WIRKLICHKEIT ENDET AN DER NÄCHSTEN ECKE ist als »außergewöhnlich schönes« Buch längst nicht ausreichend bezeichnet, auch wenn sein Autor Florian Arnold zudem Literaturveranstalter, Verleger-­Kollege und Gestalter ist. Daß seine »Wirklichkeit« ein bis ins Detail gestaltetes Buch ist, das auch aus dem engen Zusammengang mit der Typographie und seinen Illustrationen lebt, ist das eine. Das andere, daß es etwas höchst selten gewordenes kann und dies auch ausgiebigst tut: fabulieren!
Was auch sonst könnte dazu führen, eines der fantastischsten Projekt der Neu- und Altzeit, der Gegenwart und des Futur II zu bewältigen: den im seinerseits schon fabulierwütigen Untertitel bezeichneten »wahre[n] Bericht über die Entstehung und Vernichtung des einzigen Lexikons zur Beseitigung der modernen Ratlosigkeit, ungeschönt in Worte gesetzt«, abzuliefern. – Um nichts weniger geht es hier.

Eines Tages hatte Dr. Sperz feststellen müssen, daß sich im Inneren seines Hauses eine neue Realität gebildet hatte: Sie reichte von der Küche bis ins Wohnzimmer, sonderte einen betörenden Duft von frischen Orangen, Zimt und trockenem Laub ab und breitete sich im Verlauf weniger Tage auf das ganze übrige Haus aus.
Dr. Sperz ging hinaus und verglich diese neue Realität mit seiner eigenen gewohnten Realität und fand, daß diese neue Realität viel besser zu ihm passe. Also verließ er das Haus nicht mehr, sondern setzte sich an seinen Schreibtisch und begann ein Buch zu schreiben, das er Die Kunst des Augenrollens nennen wollte.

Es ist anders gekommen. Der Titel wurde, wie das Buch insgesamt, länger. Und es ist damit ja wohl klar: Dies ist kein Buch für irgendwelche Leser. Hier muß man harte Krimi-Liebhaberin sein, zugleich den Historischen Roman als Leibspeise vergöttern, den Gesellschaftsroman des Jahrhunderts suchen, der intensivsten Liebesgeschichte als Lebensform so dringend bedürftig sein wie eines ordentlich gebundenen Groß- und Universal-Lexikons und vor allem der Reise-Literatur jederzeit den Vorzug vor jeglichem Fernsehgericht geben. Wer dann noch die geistigen Segnungen des zeitgenössischen Märchens schätzt und es als Vorzug von Literatur ansieht, daß sie zugleich unterhalten und bilden kann, indem sie allzeit eine weitere in Bann schlagende Figur um die Ecke der Buchseitenkante springen läßt, du liebe Zeit: der und die ist auf diesen 224 schillernden Seiten bestens aufgehoben. – Who done it? Florian Arnold did it!

Aufgebaut in Unter-Lexika zu den großen Fragen und Problem, die uns alle täglich bestürmen, gibt uns Florian Arnold damit zugleich auch einen Ratgeber für alles an die Hand:

Das Lexikon der Verlustlust:
Eines Tages blieb meine Wanduhr stehen. Sie hatte sich bis dahin in ruhiger, entspannter Weise durch meine Wohnung bewegt, war an schönen Tagen auch einmal auf den Balkon gegangen oder hatte mir beim Zubereiten einer Mahlzeit Gesellschaft geleistet. Dann aber hockte sie ganz unvorhergesehen wie tot in einer Ecke, die Zeiger von sich gestreckt. Als ich das Gehäuse öffnete, sah ich im Inneren einen kleinen gepolsterten Raum, in dessen Mitte eine Figur stand. Sie war durchaus nett anzusehen, war aber sehr empört: „Mein Hofstaat hat mich verlassen!“ „Wer, bitteschön, sind Sie?", fragte ich, und: „Wie soll ich jetzt alleine die Uhr zum Laufen bringen?“ „Ich? Ich bin die Königin der Uhr, sie Ignorant, und ich bin im Stich gelassen worden! Nehmen Sie bitte hiermit zur Kenntnis, daß ich mich außerstande sehe, die Uhr in der von Ihnen ge- wohnten Weise am Laufen zu halten!" Damit kehrte sie mir den Rücken zu. Ich verschloß meine Uhr und ließ sie in der Ecke sitzen. Auf ein neuerliches Gespräch mit der Königin der Uhr ließ ich mich nicht ein. Daran, daß meine Uhr immer noch steht (bzw. sitzt), ersehe ich, daß ihr Hofstaat bis heute nicht zurückgekehrt ist.

Gioco delle Ombre

Gioco delle Ombre

Erzählung und Gemälde

  • 16er-Reihe
  • 28 Seiten
  • von Hand fadengeheftet
  • mit 8 farbigen Abbildungen

978-3-86638-254-1

12.00 € Bestell-Anfrage

Seit über 20 Jahren sucht und findet die Malerin Gerda Raichle die Motive für ihre von Licht und Schatten geprägten Gemälde im Süden Europas. »Fotorealismus« ist ein schwaches Label für ihre lichtharten, fantasiendichten Bilder.

Der Autor Florian L. Arnold hat die Texte für »Gioco delle Ombre« (Schattenspiele) zu und nach Gemälden von Gerda Raichle geschrieben. 
Er begleitete in unserem Bändchen ihre Bilder mit Texten, das ergibt vier gemeinsame Reisen in reale und imaginierte südliche (Traum-) Landschaften: Vier Schattenspiele zugleich – so der Titel in Übersetzung –, die uns nicht nur an die Wärme und die Gastfreundschaft des Südens erinnern, sondern auch an das Glück des Erinnerns und die Kostbarkeit, die eine Erinnerung bedeuten kann.

OMBRA SCURA: Dunkler Schatten

IL SUONO DELL’OMBRA: Der Klang des Schattens

OMBRA DEL TEMPO: Schatten der Zeit

OMBRA DELLA LUCE: Schatten des Lichts

HIER ein kleiner Ausflug zur 16er-Reihe insgesamt!

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