Bleiben Sie neugierig!

SCHRiTTE wieder in den Cafés

Crowdfunding mit KulturMut Aventis und startnext.de

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Die Zeitschrift für Literatur SCHRiTTE, 1982 die Wurzel des Verlages, wird wieder erscheinen. Wir nehmen zum Relaunch teil am KulturMut-Förderprogramm der Aventis Foundation, damit SCHRiTTE in möglichst vielen deutschsprachigen Kaffeehäusern aushängen kann. Mitte Januar 2017 beginnt die startnext-Kampagne. Einstweilen hat SCHRiTTE nicht nur den hiesigen Button rechts in der Navigationsleiste, sondern auch eine eigene website: www.schritte.eu.

 

 

7. November 2016: Am Abgrund der Unwissenheit – Präsidentschaftswahl in USA

»Am Abgrund der Unwissenheit«: Henry Brooks Adams, geboren in Boston 1838, unternahm mehrere glücklose Versuche, als Senator aufgestellt zu werden und in die politischen Fußstapfen seiner beiden Ahnen John Adams und John Quincy Adams, dem 2. und 6. Präsidenten der USA, zu treten. Er starb 1918 in Washington – und nach dem Präsidenten-Wahltag in Amerika dreht er sich wahrscheinlich in hoher Frequenz im Grabe um! – Was wir aus seinem mächtigen Roman »The Education of Henry Adams« (1902) in unser 16er-Bändchen »Am Abgrund der Unwissenheit« übernommen haben, war wohl ein (entsetzlich genaues) Vorgefühl zum jetzigen Präsidenten-Entscheid in den USA …

 

2. Oktober 2016: SPIEGEL Online über Waldabholzungen – und individuelle Aufforstungen

Gerade hat es SPIEGEL.Online zum Top-Thema gemacht: Der Kampf weniger gegen den Irrsinn der Großen, die Sorge um den Planeten gegen das kurzfristige Konzern-Ergebnis: Auf Borneo kämpfen vier Menschen gegen die Abholzung der Wälder, welche die LUNGEN DER ERDE sind – im Roman von Ewart Reder »Reise zum Anfang der Erde« ist es eine größere Gruppe, die ZUSAMMEN=ARBEIT, die sich zu der Mühsal aufmacht, den Wald zu schützen und nachzuforsten.

Man kann das vergleichen: was Jacopo Ottaviani für SPIEGEL online

vom einstigen Dschungel berichtet, und Ewart Reders in diesem Sinne höchst zeitgenössischer Roman für mehr als vier Helden, nämlich uns allen zur Aufgaben stellt.

Es dürfte sich lohnen, an der anknüpfenden Debatte des SPIEGEL teilzunehmen. Während der Buchmesse jedenfalls beteiligen wir uns daran. Ewart Reder LIEST zweifach, auf der Leseinsel der Unabhängigen Verlag und der Kurt-Wolff-Stiftung sowie bei OPEN BOOKS der Stadt Frankfurt, gleich danach in Kiel und …

Mehr auf www.zusammen-arbeit.de

 

21. September 2016: Die Eremiten-Presse - Victor-Otto Stomps

Als Verleger der Eremiten Presse, ein Verlag der 1949 in Frankfurt a.M. gegründet wurde, verlegte Victor Otto Stomps die Werke von D.Hoffmann, A.Gustas, G.Wohmann, E.Meister, H.Ost, W.Bächler, C.Meckel, G.Vesper, K.Staeck, H.Antes u.a. 1965 erhielt er für seine eigene Literatur den Fontane-Preis. 1967 erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Krefeld.

OLAF VELTE (den man im Foto oben vergnügt mit Norbert Abels sieht) liest am Sonntag, den 25.September, zu Ehren V.O. Stomps in der Kunstbühne Portstraße in Oberursel anlässlich eines Erinnerungstages zur „Eremiten-Presse im Schloss Sanssouris 1954 bis 1972“ des Vereins Litera Touren.

 

28. August 2016

Flaneure und Flanieren – jetzt hat es auch der scheidende Intendant des Schauspiel Frankfurt, Oliver Reese, an- und ausgesprochen: Die kreative Kraft des Flanierens und der Flaneure in den kulturellen städtischen Streifräumen (Interview in der Frankfurter Rundschau). Die Plätze der Kultur seien vor dem Zugriff der Fondsmanager und Investmentbanker zu bewahren: Der Ort des Schauspiels soll nicht der Spekulation halber an unwirtliche und ferne Orte vertrieben werden.

In zwei in meinem Verlag erschienenen Kunstbändchen geht es um diese Auseinandersetzung mit der literarischen Figur des Flaneurs. Text und Bild verweisen auf die Potenz, die in der Kunst des Beobachtens, des Erkundens und Erzählens verborgen sind. Bernd Stickelmann hat mit seinem Essay zu »Vom Flanieren« und mit Gedichten zu »Gesichte« auf den Flaneur aufmerksam gemacht, akzentuiert durch Bilder von Graffiti und abgerissenen Plakaten, die Nicolaus Werner aus einer anderen Metropole, aus Paris, mitgebracht und gestaltet hat. Dieses Thema, das beide bereits in den Kunstbändchen aufgegriffen haben, heften wir uns an die wehenden Fahnen des Verlages.

 

3. März 2016

Ewart Reders radikaler Roman »Reise zum Anfang der Erde / Die Geschichte der ZUSAMMEN=ARBEIT« ist erschienen. Seine große Lesungstour begann am »Langen Tag des Buches« in Frankfurt (siehe »Veranstaltungen« und unter www.zusammen-arbeit.de). Jetzt liest er im »Lesezimmer« von Miriam Spies, HIER in Bild und Ton. Der Roman und sein Autor sprechen lebhaft dafür, daß es jenseits der üblich gewordenen Endzeit-Romanesken und trotz der globalen Miseren sehr wohl Handlungsspielräume für den und die Einzelne/n gibt. – Bleiben Sie neugierig!

 

10. Dezember 2015

»Monkey Business«, der ergreifende Roman von Jan Lauwereyns über einen Labor-Affen, ist unter Tierschützern zum Geheimtipp geworden. Von mehreren Tierschutz-Organisationen wird der Roman, den Jan Lauwereyns, selbst Neurophysiologe, mit viel Hintergrundwissen geschrieben hat, als Frage nach unserer Empathiefähigkeit (für wen außer für uns selbst, fragt das Buch) empfohlen. – Während sich die hiesigen Medien noch nicht angemessen herantrauen an das Buch, das aus der Sicht eines Affen in seinem Käfig von Tierversuchen erzählt, haben wir derweil aus sieben Ländern Anfragen nach Lizenzen für den Roman, den Helga van Beuningen für uns einfühlsam aus dem Niederländischen übersetzt hat. »Monkey Business«

 

11. November 2015

Telefonischer NOTSTAND – unser Telefon-Provider VERSATEL läßt uns, nach einer ganz einfachen Ummeldung, nun den 25. Tag ohne Telefonverbindung. Bei diesem Unternehmen anrufen? Lächerlich, Warteschleifen und Vertröstungen. Beschwerde-Mails? Pfffff, verpuffen. Angeblich suchte ein Mitarbeiter von Dienstag voriger Woche bis Donnerstag einen Schlüssel zu einem Schaltraum der Telekom, wurde ergebnislos ein Mitarbeiter gesucht, der an dem Schaltkasten die nötigen Verbindungen prüfen sollte – dann eine neue, fast sensationelle Auskunft: VERSATEL wollte nach Info einer Mitarbeiterin am 06.11. mittags das Schloß zum besagten Schaltraum (ja ist denn der gefundene Schlüssel doch wieder verloren gegangen?) »sprengen« lassen – wir baten, Frankfurt großräumig zu umfahren, während Versatel sprengte – aber schade: Es wurde nicht gesprengt! Jetzt ist wieder jemand auf der Suche nach dem Schaltraum, der seinerseits ein heftig bewegliches Ziel zu sein scheint ... Ein echtes Vorzeigeunternehmen, diese Versatel, Helden an der Strippe, Könner in  Kommunikation. – Leider können Sie uns aber  telefonisch nicht erreichen. Schreiben Sie uns eine Mail stattdessen? Danke!

Und schreiben Sie doch gleich CC an gk-support@versatel.de!

 

5. August 2015: Peter-Huchel-Preis an Paulus Böhmer

Es ist eine große Freude, daß Paulus Böhmer, lange verkanntes Genie der langen Gedichte, nicht nur mit dem Huchel-Preis ausgezeichnet, sondern eben gerade auch mit einem seiner Gedichte in die »Frankfurter Anthologie« aufgenommen wurde: Am 19.06. ist sein Gedicht »Marie«, eine seiner wenigen kurzen Arbeiten und unserem Band »Palais d'Amorph« von 1999 entnommen, in der FAZ abgedruckt und dort auch in der Hör-Version von Thomas Huber zu belauschen.

 
 
7. Februar 2015: Alban Nikolai Herbst zum 60sten
 

Alban Nikolai Herbst, von dem zwischen 1993 und 2009 insgesamt sieben Bücher, vom 1.000seitigen Wolpertinger-Roman bis zu seinen ersten Gedichten, bei mir erschienen sind, ist 60 Jahre alt geworden. Oliver Jungen hat aus diesem Anlaß im Feuilleton der FAZ vom 07.02.2015 sehr treffend zu ANHs Bedeutung, ja, nachgerade Funktion ex negativo für den Literaturbetrieb geschrieben. Ich gratuliere Alban Nikolai Herbst zu seinem Geburtstag!

 

13. November 2013: Peter Härtling zum 80sten im Verlag

Es war einer der schönsten Abende in meinem Verlag: Peter Härtling las seine Prosa »Erinnerung an die Erinnerung«, die er eigens zu den Collagen der Künstlerin Petra Johanna Barfs geschrieben hatte und die in unserem Kunstbuch »Black Forest« enthalten ist. Am 13. November hatte Peter Härtling seinen 80sten Geburtstag gefeiert, ein stolzes Alter, das man ihm und seiner Lesung nicht anmerkte – außer insofern, als er vor dem Hintergrund eines reichen Lebens und vielfältigster schriftstellerischer Erfahrungen auf die nötige historische Verbindlichkeit von Kunst ebenso wie von Erzählung hinwies. Petra Johanna Barfs und ihr Galerist Jürgen G. Wolfstädter in der vergnügten Runde von rund 30 Gästen, umgeben von Originalen und dem Editions-Siebdruck von Barfs an meinen Wänden. – Es war für mich ein besonderes Erlebnis, ihm ein Geburtstagspäcklein zu schnüren: Denn zu seinen Romanen über die Kindheit Mozarts, seinen beiden Erzählungen über Schubert und Schumann, seiner Verbundenheit mit der Schwäbischen Alb, seinem Hölderlin-Roman, seinem Buch über den Fotographen Robert Capa fielen mir Titel aus unseren bescheidenen 20 Jahren Literaturprogramm ein: Gerd-Peter Eigners Essay über den jungen Mozart aus »Nachstellungen I«, der schwarze Notentupfen auf weißes Papier setzt, während es vor dem Fenster erstmals schneit und weiße Schneeflocken sich auf das schwarze Pflaster setzen; Bertold Dirnfellners beide 16er-Bändchen über Schumann und Schubert, Olaf Veltes »Neben mir einer, der sich Mörike nennt«, darin der Dichter mit Schafbauern über die Alb zieht, um Hölderin zu besuchen ... Und ein Buch »Nizza oder Die Liebe zur Kunst«, in dessen einer Erzählung »Nizza, Capa, Elsa und Matisse« Robert Capas Foto vom Maler Matisse gesucht wird ... Mehr solche Abende!

Und einen Abend später, am 22. Noember, im Senckenberg-Museum Frankfurt noch ein solcher Abend mit Außergewöhnlichem und Schönem von anderer, dennoch ähnlicher Qualität: Die Firma ECT, ein Ökotoxikologisches Labor in Flörsheim, 20 Jahre als wie mein Verlag und deshalb in unserem Jubiläumsbuch »20 x 20 Jahre« portraitiert, feiert seinen Geburtstag.

Dr. Jörg Römbke leitet diese Firma, und es ist ein Genuß, einer Reihe von RednerInnen zuzuhören, die mit der ECT zu tun haben: Wegbegleiter, Mitarbeiter, Kunden, Vertreterin des Bundesumweltamtes ... Und wo sonst bei solchen Firmenjubiläuen PR-mäßig korrekte Reden geschwungen werden, bekommt man hier sehr persönliche, den Stand ökologischer (Auftrags-)Forschung genau und kritisch betrachtender Kommentare zu hören – die aber allesamt eines aussprechen: Wenn man mit Liebe zur Sache und einer klaren Überzeugung arbeitet, dann kommen menschlich unverbogene und in der Sache sehr verbindlich und langfristig wirkende Ergebnisse zustande. Auch wenn es um so heikle Aufträge wie die Beurteilung von Wasserqualitäten und Bodenbeschaffenheiten unter industrieller Ausnutzung geht.

Noch schöner ist dieses nachhaltige Arbeiten zu spüren, als ich mit jungen Mitarbeitern und Doktoranden der Firma am Tisch stehe: Junge Leute, die in Flörsheim  bei ECT Praktika absolviert haben, dort ihre Doktorarbeiten schreiben, als Aushilfen angefangen haben und im Unternehmen blieben, weil sie dort an wertvoller Anwendungsforschung tätig sind und zugleich Lust daran haben, hier ihr Arbeitsleben zu verbringen. Und die das auch unverkrampft erzählen. Ziemlich selten, sowas zu erleben! Eine schöne Bereicherung und Beflügelung, ähnliches weiter im Literatur- und Kulturbereich zu tun. Ich gratuliere diesem 20-Jährigen herzlich zu dieser Leistung!

Jetzt aber zurück an den Schreibtisch. Die Bücher warten. Bleiben Sie neugierig!

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16.10.2013: Nach der Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse geht eben zu Ende. Sie hat neben vielem anderen eine großartige Lyrik-Nacht am 12.10. abends im Orange Peel (Kaiserstraße) hervorgebracht – man hätte kaum glauben wollen, daß man zweieinhalb Stunden non stop und fortgesetzt gebannt zeitgenössische Gedichten anhören kann. Es ist gelungen. – Durch die Tage gab es allerdings ein ganz anderes durchlaufendes Thema, das mir immer wieder bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten und Kollegen begegnet ist: Neue und alternative Vertriebsmodelle. Das wurde schon immer wieder einmal diskutiert – jetzt scheint es durch die Auswüchse, die wir in der Bücherwelt, aber auch generell in der Gesellschaft durch »Monopolkulturen« wie Amazon erleben, neu angefacht zu sein. Annette Sievert von Peter Meyer Reisebuchverlag hat ein neues Konzept für Buchhändlertage aufgebracht, unsere Auslieferung Sova ein keckes Vertretermodell, das verheißungsvoll klingt und ab Januar zeigen wird, wie wir in Zukunft unsere Bücher in die (verbleibenden) Sortimente bringen werden. Das alles ist sehr spannend.

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