Kornelia Boje

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Biographie

Kornelia Boje wurde 1942 in Berlin geboren.

Als Schauspielerin ist sie Autodidaktin. Arbeitete auf zahlreichen Bühnen, unter anderem in Darmstadt, Zürich, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie auf Tourneen, außerdem seit 1961 in Film- und Fernsehrollen.

Sie ist als Synchronsprecherin, -regisseurin und -dozentin tätig und leiht »Hörbüchern« ihre Stimme. Im Radio kann man ihr bei allen ARD-Anstalten lauschen: in Features, Lesungen von Lyrik und Belletristik, Hörspielen und Unterhaltungssendungen.

Für mehrere Sendungen auf SWR 2 hat sie als Autorin mit dem Schwerpunkt »Kultur Rußlands« gearbeitet. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Fotografie.

Kornelia Boje lebt in München. – »Ullas Erwachen« ist ihr erster Roman, den Prof. Christoph Lindenmeyer, BR2, begeistert hier bespricht!

Ullas Erwachen

Ullas Erwachen

Roman

  • 160 Seiten
  • Reihe Die Hauptwerke

978-3-933974-74-7

20.00 € Anfrage

Als Hör-CD beim O.skar Verlag München, 140 Minuten, 14,95 Euro

Mit literarischen Texten wird Kornelia Boje beim Publikum seit langem assoziiert, da sie verschiedensten Schriftstellern ihre Stimme als Radio-Sprecherin gegeben hat. Daneben erschienen Hör-CDs mit Texten von Italo Svevo, Gianni Rodari, Raphael Chirbes, Rita Mae Brown u.a.

Mit deutsch-russischen Lesungen trat Kornelia Boje zusammen mit dem Musiker, Schauspieler, Regisseur Jegor Wyssozki auf, wobei die Dichter Jessenin, Blok, Achmatowa, Mandelstam, Zwetajewa sowie der Kirgise Dschingis Aitmatow zu ihrem Repertoire gehörten. Als Schauspielerin legt sie besonderen Wert auf ihre Rollen in Verfilmungen von Max Frisch, Dostojewski, Calderon, Kokoschka, Pavese, Somerset Maugham, Patricia Highsmith.

Bislang war Kornelia Boje als Autorin durch Features, Hörspiele und Sketche bei einer Vielzahl von Radio-Sendern hervorgetreten. Nun legt sie einen Roman vor, der ihre Liebe zum Rußland der Vergangenheit und Gegenwart auf zwei klug verwobenen Handlungsebenen erkennen läßt.

Erste Lesungen in München, Berlin, Leipzig, Bensheim und Frankfurt am Main suchen noch ihre Fortsetzung!

»Ullas Erwachen« ist das Roman-Debüt der renommierten Schauspielerin, Hörspiel- und Feature-Autorin, Synchronsprecherin und Fotografin Kornelia Boje. In »Ullas Erwachen« führt Kornelia Boje einerseits die unmittelbare persönliche Geschichte einer Entführung vor wie andererseits deren Ursprünge in den Lebensumständen der Beteiligten:

Die da erwacht, ist Fotografin. Ulla Hanson hatte sich den jungen Russen Walodja als Liebhaber genommen, der eine leidvolle Geschichte als Soldat im 2. Tschetschenienkrieg, dann als Deserteur aus der russischen Armee hinter sich hat – peu à peu werden dieser Tage die mörderischen Zustände in der russischen Armee aufgedeckt, der Dedowtschtschina, die zugleich ein Stück des brennend aktuellen Hintergrunds dieses Romans abgibt.

Walodja hält sich illegal in Deutschland auf, Ullas Zuneigung zu ihm basiert nicht zuletzt auf ihrer Hingezogenheit zu Rußland und seiner Kultur, während Walodja und sein Musiker-Freund Mischa auf einen Ausweg aus ihrer Underground-Existenz sinnen. In den vermeintlich vermögenden Portraitkunden der Fotografin Ulla sehen sie – in eher naivem Blick auf die vergleichsweise Wohlstandsgesellschaft Deutschlands – eine ideale Geldquelle:

Nach der brutalen Entführung durch die beiden Tschetschenen, die ein Lösegeld erpressen wollen, kommt es indes zum psychologisch hoch aufgeladenen Moment, da Ulla ihre beiden Entführer und gepeinigten Peiniger erschießt. Ulla erwacht aus dem anschließenden Schock. In Erinnerungsfetzen, die über den Roman hin an Schärfe gewinnen und das Erzählen takten, wird die Entführung geschildert.

Zugleich beschreibt der Roman subtil das Erwachen aus Verdrängungen gleich zweier Generationen: Ulla ebenso wie ihre Mutter Johanna, die im Roman eine der Hauptfiguren stellt, beginnen nach Ullas Untersuchungshaft die eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten. Zaghaft erzählt die Mutter über Ullas Vater, der in die Verbrechen des Dritten Reiches verstrickt war, sich nach dem Krieg aus Deutschland absetzte, jedoch bald unter falschem Namen zurückkehrte und Johanna und das Kind Ulla als Tarnfamilie für die neue Identität mißbrauchte. Beide, Mutter wie Tochter haben es gewußt. Beide haben dies Wissen vor einander verschwiegen, verdrängt; den bald wieder flüchtenden Mann, den bald wieder aus der Familie verschwindenden Vater, den verschwiegenen Täter auf ihre Weise getötet.

Ferner liegt aus Kornelia Bojes Feder vor: Jeremias oder wie ich »auf den PC kam«, Broschur, 89 Seiten

Und wie gesagt: Das Buch ist als 140-minütige Lesung, von der Autorin Kornelia Boje selbst gesprochen, beim O.skar Verlag München erhältlich!

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