Reinhard Wilczek

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Reinhard Wilczek ist 1960 in Duisburg geboren, in Düsseldorf aufgewachsen und lebt heute in Bochum. Der promovierte und habilitierte Germanist studierte in Wuppertal und Bochum Musik, Musikwissenschaft, Deutsch und Philosophie und arbeitete als Musiklehrer, Kulturrezensent, Hochschullehrer und Lehrer. Zahlreiche literaturwissenschaftliche Arbeiten und auch Interviews mit Autoren wie Harry Mulisch, Uwe Timm und Hans-Ulrich Treichel – HIER ein detaillierteres Verzeichnis seiner zahlreichen Publikationen und Forschungen. 2015 bei den Kollegen im Limbus Verlag »Stefan Zweigs Reise ins Nichts: Historische Miniatur«.

 

Theodor Fontane 2019 – ein Update

Theodor Fontane 2019 – ein Update

4 Essays

  • 48 Seiten
  • 16er Reihe
  • von Hand fadengeheftet

978-3-86638-271-8

9.00 € Bestell-Anfrage

Am 30. Dezember jährt sich der Geburtstag Theodor Fontanes zum 200. Mal – Respekt, Herr Fontane! – 1819 in Neuruppin geboren, wurde Fontane zum bedeutendsten Vertreter des Realismus in Deutschland, oder um es genauer zu sagen: Er gilt als der litera­rische
Spiegel Preußens. Welche Spiegel aber hält er, rund 120 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1898, uns vor? Was ist an Effi Briest und dem Stechlin und all den anderen Figuren und Erzählgesellschaften Fontanes gültig geblieben? Wie liest sich Theodor Fontane heute?
»Theodor Fontane 2019 – ein Update« versucht, Fontane konsequent aus unserer heutigen Lebenswelt heraus zu lesen. Reinhard Wilczek zitiert uns entlang seiner vier Essays in eine Aktualisierung Fontanes hinein, und rasch erkennen wir in Fontanes Werk eine Kulisse aus durchaus gängigen heutigen Strukturen. Was zu der gleichermaßen unterhaltsamen wie erhellenden Revision an Zitaten und Auszügen herübergeholt wird, läßt aufhorchen:

Sugar Babies treffen ihre Sugar Daddies, Freud wirft Fontane auf die Couch, Kindesmissbrauch im heiligen Bezirk der Germanistik, Fontane wird als in eine »Austrian Connection« verstrickt enthüllt, während Robert Seethaler das Weite Feld okkupiert, Fontane ist als Fachmann für Generationsfragen etabliert und zum Ahnherren »digitaler Beziehungsbörsen« erhoben – schon wollen wir vom Lesesessel aufspringen, um den Klassiker aus dem Regal zu zerren, ihn zu Rede und Antwort zu stellen, also neu zu lesen. Da peitscht uns Reinhard Wilczek noch zusätzlich ein:

Im Zeitalter eines twitternden US-Präsidenten, der seine politischen Entscheidungen über den Kurznachrichtendienst unter die Leute bringt, muten die zeit- und denkintensiven Sprachgemälde eines Theodor Fontane seltsam antiquiert und weltfremd an. Sie sind aber weder das eine noch das andere: Weil man nämlich keine oder zu wenig Zeit darauf verwendet, miteinander zu sprechen und diesen Dialog wirklich zu pflegen, läuft uns die Zeit in vielen Bereichen des Politischen davon. Vielleicht sollten unsere Politiker einfach (mehr) Fontane lesen!

Ja, genau. Denn richtig: »Die Wahrheit ist selten gemütlich«!

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