Elke Barker

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Elke Barker wurde 1969 in Karlsruhe geboren, studierte Romanistik und Germanistik in Heidelberg. Auslandsaufenthalte in Paris, Clermont-Ferrand und Lyon. Sie ist freiberufliche Journalistin.

Von 2008 bis 2011 nahm sie an Kurt Drawerts Darmstädter Textwerkstatt teil, seit 2011 arbeitet sie in der Textwerkstatt II mit Martina Weber an ihrer Kurzprosa. Sie war Stipendiatin beim Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. Literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. In »Krautgarten, Forum für junge Literatur« Nr. 59, 2011; in »L. Der Literaturbote« Nr. 105, 2012, und Nr. 107/108, 2012; in »Bawülon«, 2013; in »Kasinostraße 3, 15 Jahre Darmstädter Textwerkstatt«, 2014; in »Anthologie Kogge-Literaturforum Himmerod«, 2016; in »Von Aprikosen und Angsthasen – Ausgewählte Stipendiatentexte Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg«, 2016; in »Begegnungen – Das lange Tal der Kurzgeschichten«, Mölltaler Geschichten Festival, 2019.

»Und zwischen uns das Meer« ist Elke Barkers erste eigenständige literarische Produktion. Ich freue mich, die Sammlung im Verlagsprogramm zu haben.

Elke Barkers Band »Und zwischen uns das Meer« ist zugleich Band 1 in der neuen, von Kurt Drawert herausgegebenen »Edition Darmstädter Textwerkstatt« – bleiben Sie neugierig!

HIER die ersten Besprechungen, von Eric Giebel
mit Parallelen zu Peter Kurzeck und Zsuzsa Bánk

und im Mannheimer Morgen vom 12.05.2022

 

Und zwischen uns das Meer

Und zwischen uns das Meer

24 Erzählungen

  • Band 1
  • Edition Darmstädter Textwerkstatt
  • herausgegeben und mit Vorwort von
  • Kurt Drawert
  • 152 Seiten
  • Hardcover
  • mit Lesebändchen
  • Begleitwort von Martina Weber

978-3-86638-370-8

18.00 €           picture

 

Der Band versammelt 24 kurze Erzählungen. Sie sind zum Teil in der Darmstädter Textwerkstatt entstanden

Elke Barker schreibt eine Kurzprosa, die durchgängig ihre ganz eigenen Seh-, Lausch- und Sprechbewegungen setzt und auf den wenigen Seiten ihrer Begebenheiten die Wahrnehmungsfähigkeiten der Leser unmerklich verschiebt – bis wir mitsamt der Autorin in den Trichter eines Umbruchs strudeln oder aber, wie zufällig, wieder im Gewohnten abgesetzt werden. – In seinem Vorwort schreibt Kurt Drawert in seiner ebenso ins Detail wie aufs Ganze leuchtenden Findigkeit:

»Ich möchte die Geschichte hier nicht erzählen, weil es davon ablenken würde, eine Metapher zu sein. Denn das Meer ist nur scheinbar der konkrete Topos, der in dieser Geschichte verwendet wird; vielmehr ist er in seiner symbolischen Bedeutung der unüberwindbare Riss, der die Menschen untereinander voneinander trennt. Dieser Riss – ich wage es, ihn als ein zentrales Konfliktobjekt für alle Erzählungen herauszustellen und paradigmatisch zu verstehen – ist irreversibel wie der menschliche Mangel an und für sich. Aber das wird explizit gar nicht ausgesprochen, denn dem Erzähler selbst ist es nicht evident. Er steht irgendwo im Schatten des Ateliers, in das jener Mann mit dem unvertrauten Namen Aboud plötzlich eindringt, und legt die Bilder und Szenen wie ein Rebus vor uns aus, das wir selber zu vervollständigen haben. Diese doppelte Konnotation, lexikalische Wortwörtlichkeit und symbolische Figur gleichermaßen zu bedienen und es dem Leser zu überlassen, welcher Form von Realität er es zuschlägt, gehört zur stilistischen Methode der Prosa und verleiht ihr die Aura des Unaussprechlichen.«

Neben all diesem Unaussprechlichen, ja, mitunter Unheimlichen betont Martina Weber, die dem Band eine zusätzliche Verortung beigibt, über Elke Barkers Erzählen dies:

»Sie ist offen für das, was sich in ihrer nahen Umgebung ereignet, beobachtet Menschen, lässt sich auf etwas ein. Vertrauen ist unberechenbar. Plötzlich schimmert es auf, zwischen Fremden, und genau so plötzlich ist es in einer Freundschaft verschwunden. Zuweilen blitzen Elemente einer Traumlogik auf, erzeugen Irritation und Tiefe. Selbst ein Nicht-Ort wie eine Unterführung wird einzigartig, erfährt Magie. Die Spannung liegt vor allem in der Atmosphäre …«

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