Judith Hennemann

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Judith Hennemann ist 1975 in Papenburg / Ems geboren, sie lebt in Frankfurt am Main und arbeitet neben ihrem literarischen Schaffen als Industriesoziologin in einem Pro­duktionswerk. Sie schreibt Lyrik und Theaterstücke und hatte zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, so in »L. Der Literaturbote«, »DAS GEDICHT«, »außer.dem«, »Versnetze« sowie auf allen wichtigen Lyrik-Plattformen im Netz (beispielsweise auf fixpoetry.com) sowie im Radio.

Ihr Theaterstück »Androguards« wurde von Sascha Weipert im Frankfurter Autorentheater inszeniert (2014/Wiederaufnahme 2015). Sie erreichte die Bestenliste des »4. lauter niemand preises für politische lyrik« und erhielt 2014 den Jurypreis des »Hochstadter Stiers«.

»Bauplan für etwas anderes« ist ihre erste Einzelpublikation mit Gedichten, die im Programm zu haben ich mich als Verleger herzlich freue.
 

Bauplan für etwas anderes

Bauplan für etwas anderes

Gedichte

  • Schwäbische Broschur
  • 112 Seiten
  • mit einem Glossar

978-3-86638-233-6

16.00 € Anfrage

Der Debüt-Band der Lyrikerin Judith Hennemann ist ein streng komponiertes Buch. Es ist ein Erstling, der nach Publikationen einzelner Gedichte in diversen Magazinen und auf allen wichtigen Literatur-Plattformen viel weiteres erwarten läßt.

Rubriziert sind die Gedichte unter den sechs Kapiteln Rauputz, Mannheimer Stunden, Rekonstruktion eines Flugkörpers, Bauplan für etwas anderes, Der Albino unter den Nächten und Ich pfeife auf die intellektuelle Würde der Melancholie, die bereits eine Ahnung von der Ästhetik und Themensetzung der Dichterin Judith Hennemann geben, die ihre Bilder aus den Tiefen sehr unterschiedlicher Welten heranzieht, der technischen Prozesse und aktuellen Jugendbewegungen, der Wissenschaftsgeschichte und Marketingstrategien und vieler anderer Bereiche. – Ein Beispiel, auch für die formale Dichte mit internalisierten Titeln, gibt das Gedicht Es ist so weit:

Dies ist kein Kinderzimmer draußen die taghelle Nacht
schneidet in meine Decke aus Zellstoff Sterne und
den halben Mond. Vier europäische Wände vom Mars
aus zu sehen. Sie bleiben stehen für den Augenblick. Jeder
von uns trägt Wanderung in seinen Zellen. Die anderen
erkennen das Ziel ist ein Anfang. Es sollen Roboter kommen

doch es sind Immanuel Kant und die Gastarbeiter. Bevor
es kalt wird werfen Rosinendrohnen Astronauten Nahrung
ab. Es gibt keinen Cyberspace es gibt Formulare. Wir
kennen unsere Sprache nicht. Begriffe wie Feldbett und
Wasser. Heimat ein Lückentext. Es ist so weit. Ich will dieses
Spekulationsobjekt endlich von Menschen erobert sehen.
 

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